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Reger Austausch beim 3. Fachtag!

Trotz grauem Himmel beste Stimmung in Saarbrücken

Ressourcen Bündeln - Zukunft gestalten, Synergien in Hospiz- und Palliativnetzwerken

vlnr: Leitungen der Workshops K. Weinöhl, J.Zapp, A. Obinwanne, I.Gürsch, S. Molter

Am Freitag, den 12. Juni 2026, fand unter dem oben genannten Motto die 3. Fachtagung der Region Südwest im Saarrondo in Saarbrücken statt. Trotz regnerischen Wetters war die Stimmung unter den rund 80 Teilnehmenden ausgesprochen positiv. Die Veranstaltung zeichnete sich durch großes Interesse, intensive Diskussionen und einen lebendigen fachlichen Austausch aus. Besonders erfreulich war, dass sämtliche vorgesehenen Mitwirkenden anwesend waren.

Eröffnet wurde die Tagung von Angelika Obinwanne, Initiatorin und Veranstalterin im Rahmen des Unterstützungsprojekts, sowie von Simone Nießing, Geschäftsführerin der St. Jakobus Hospiz GmbH sowie Vorstandsvorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland e. V. Die politische Begrüßung übernahm kurzfristig Thomas Müller (Abteilung Pflege und Senioren, Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes) stellvertretend für Staatssekretärin Bettina Altesleben. Paul Herrlein, langjähriger Mitgestalter der Hospiz- und Palliativversorgung im Saarland und derzeit stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), betonte in seinem Beitrag die Bedeutung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie die zentrale Rolle von Netzwerkarbeit und die Initiative der Chartaträger zur Entwicklung des § 39d SGB V.

In der Keynote Von der Idee zum Netzwerk – was wir von bestehenden Hospiz- und Palliativnetzwerken lernen können stellte Kim Weinöhl, GVP-Beraterin bei Mission Leben, die Hintergründe und Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit vor. Dabei zeigte sie anschaulich Erfolgsfaktoren und Herausforderungen beim Aufbau nachhaltiger Netzwerke, insbesondere für die Rolle der Netzwerkkoordination, auf.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion zum Thema „Wirksamkeit und Effektivität von Netzwerkarbeit“. Die Diskussion stieß auf großes Interesse und wurde durch zahlreiche Beiträge aus dem Publikum bereichert. Auf dem Podium vertreten waren Silke Sawatzki (AOK Baden-Württemberg), Elisabeth Terno (KASA Hessen), Katja Recktenwald (Koordinatorin des Regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerks St. Wendel), Silvio Lorek (Geschäftsführer der SAPV CARE GmbH und Netzwerkträger des geförderten Netzwerks im Donnersbergkreis) sowie Dr. Sven Schwabe, Medizinische Hochschule Hannover, Leiter der HOPAN-Studie, der per Videokonferenz zugeschaltet war.

Auch nach der Mittagspause nahmen noch rund zwei Drittel der Teilnehmenden an den vier Workshops teil. Workshopleitungen waren Kim Weinöhl gemeinsam mit ihrer Kollegin Ines Gürsch, ebenfalls GVP-Beraterin, zu vorausschauender Planung für die Netzwerkarbeit, Jürgen Zapp, Leiter Bildungsakademie der St. Jakobus-Hospiz GmbH zu Konfessionen im Netzwerk, Stefanie Molter zu ihrer Arbeit als Koordinatorin des im Saarland landesweit etablierten pädiatrischen Netzwerk für das schwerkranke Kind, sowie A. Obinwanne zu Gemeinschaft und Vernetzung im Zusammenhang mit der neuen Handlungsempfehlung Caring Community im Sinne der Charta.

Das große Engagement zeigte sich nicht zuletzt daran, dass einzelne Arbeitsgruppen ihre Diskussionen über die geplante Zeit hinaus fortführten. Neben fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten zum Knüpfen neuer Kontakte und zum Austausch bestehender Erfahrungen. Insbesondere für die Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren der Region, von denen nahezu die Hälfte der aktuell 25 geförderten Stellen vertreten war, stellte das persönliche Treffen einen wichtigen Mehrwert dar.

Ausführliche Hintergründe zur Veranstaltung und den Mitwirkenden finden Sie hier auf der digitalen Pinwand

Die Veranstalterin zog ein ausgesprochen positives Fazit. Die hohe Beteiligung, die intensive fachliche Diskussion und die vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten verdeutlichten den Stellenwert regionaler Netzwerkarbeit in der Hospiz- und Palliativversorgung. Bereits jetzt richtet sich der Blick auf die nächste Fachtagung, die 2027 in Rheinland-Pfalz stattfinden wird.

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